„Potenzial, die Klasse zu halten“: Meißner und Hänschke übernehmen beim TSV Gilching

Nachfolger von Sebastian Stangl

Eine interne Lösung soll es richten. Christoph Meißner und Tobias Hänschke übernehmen den TSV Gilching-Argelsried in der Landesliga Südwest.

Gilching – Stefan Schwartling hat in den vergangenen Jahren bei der Auswahl des Trainers für die erste Herrenmannschaft in der Regel einen Übungsleiter ohne Stallgeruch bevorzugt. „Das ergibt diesmal aber keinen großen Sinn. Wir brauchen jemanden, der den Verein und die Mannschaft kennt“, sagt der Fußballabteilungsleiter des TSV Gilching-Argelsried. Die Umstände sind diesmal ungewohnt, zum ersten Mal unter Schwartlings Leitung wechseln die Landesliga-Fußballer ihren Coach in der Winterpause. Als Nachfolger von Sebastian Stangl, von dem sich der kriselnde Verein im November trennte, soll es nun ein internes Trainerduo richten: Christoph Meißner und Tobias Hänschke. Deren Auftrag ist klar: Am Saisonende wollen die Gilchinger auch in ihrer siebten Saison den Klassenerhalt in der Landesliga Südwest feiern.

Trainerduo auf Weihnachtsfeier vorgestellt

Bei der Weihnachtsfeier am Samstag wurden die zwei neuen Übungsleiter vorgestellt. Viele Worte benötigte Schwartling dafür nicht, beide sind beim TSV bestens bekannt. Meißner kam zur zweiten Landesliga-Spielzeit der Gilchinger von Bayernligist SV Pullach an die Talhofstraße. Er hatte mehr als 100 Partien für den TSV absolviert, ehe er seine aktive Karriere im Sommer 2022 weitestgehend beendete und das Co-Trainer-Amt unter Peter Schmidt übernahm.

2021 hatte der bald 37-Jährige den B-Trainerschein gemacht. „Ab jetzt müssen alle an einem Strang ziehen. Die Mannschaft hat absolut das Potenzial, die Klasse zu halten“, sagt Meißner. Ihn störten im Saisonverlauf besonders die oft schwachen Endphasen der Spiele. „Da sind die Spieler gefordert. Für seine Fitness ist jeder selbst verantwortlich“, stellt der neue Coach klar. Jeder werde deshalb einen individuellen Trainingsplan bekommen. „Wir müssen uns im Training auf fußballerische Inhalte konzentrieren“, sagt Meißner.

Hänschkes Fokus ist der Klassenerhalt

Er wird unterstützt von Hänschke. Der 33-Jährige betreute zuletzt zusammen mit Robert Brand Gilchings sehr erfolgreiche zweite Mannschaft, die in der Rückrunde im Frühjahr als Aufsteiger um den Bezirksliga-Aufstieg spielen wird. „Der Abschied fällt mir nicht leicht, ich habe mir das schon lange überlegt“, sagt Hänschke, der als Spieler vielleicht noch die eine oder andere Begegnung für die Reserve bestreiten wird. Im Fokus steht aber klar die Mission Ligaerhalt. „Mir war das zu wenig Teamspirit in der Hinrunde. Das muss deutlich besser werden“, stellt Hänschke klar. Er wechselte im Winter 2017/18 nur ein halbes Jahr nach Meißner zum TSV.

Nach außen soll das neue Trainergespann gleichberechtigt auftreten. Intern hat Meißner, falls nötig, das letzte Wort. „Wir wollen Werbung in eigener Sache machen. Wenn uns der Klassenerhalt gelingt, sollte einer gemeinsamen Zukunft nichts im Wege stehen“, sagt Hänschke. (Tobias Huber)