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Spielberichte aus der Saison 2023/24 in der Kreisklasse der Zugspitzliga

Schon wieder 2,5 : 3,5 – diese Serie macht keinen Spaß!

7.2.2024

Zum dritten Mal hintereinander erlitten wir eine denkbar knappe Niederlage, dieses Mal gegen Gröbenzell III – das darf nicht zur Gewohnheit werden!

Fahrudin Krantic am Spitzenbrett konnte in einer jederzeit hochklassigen Partie zunächst seinen Gegner am Königsflügel in große Bedrängnis bringen. Den Gewinnzug fand er leider nicht und musste sich stattdessen mit einem Mehrbauern begnügen. In der Folge drängte ihn sein Gegner mehr und mehr zurück und erzwang schließlich den Sieg durch starke Mattdrohungen auf der Grundreihe.

Alija Lulic lieferte seinem Gegner über 60 Züge lang einen zähen Kampf, musste aber am Ende leider aufgeben. Am zweiten Brett hatte Werner Fölbach nach einer schwierigen Eröffnungsphase eine andauernde Initiative gewonnen. Sein Gegner musste mit wenig verbliebener Bedenkzeit schwierige Probleme lösen und griff im allerletzten Zug vor der Zeitkontolle daneben, was Werner ein sofortiges Matt ermöglichte.

Vogelwild ging es in der Partie von Michael Hajduk zu. Die Drachenvariante im Sizilianer führte, wie so häufig, zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen taktischen Möglichkeiten. Am Ende behielt Michael die Nerven und die Oberhand und konnte den gegnerischen König in ein Mattnetz bringen.

Somit stand es 2:2 und die letzten beiden Partien mussten die Entscheidung bringen. Josef Reingruber spielte wie gewohnt auf Angriff, konnte aber nicht entscheidend in Vorteil kommen. Stattdessen schaffte es sein Gegner, mit der Dame einzudringen und mehrere Bauern zu gewinnen. Sepp Reingruber warf alle verbliebenen Kräfte auf den gegnerischen Königsflügel, um wenigstens ein Dauerschach zu erzwingen. Sein Gegner spielte aber sehr genau weiter und konnte bald darauf einen Sieg verbuchen.

Damit brauchten wir einen Sieg in der letzten Partie an Brett 3. Frank Homma hatte dort ein vorteilhaftes Endspiel erzwungen, jedoch in einer Stellung, die nahezu komplett verrammelt war. Das Eindringen seines Läufers reichte leider nicht zum Sieg und so musste er in ein Remis einwilligen.

Damit sind wir auf dem vorletzten Tabellenplatz, mit vielen Brettpunkten aufgrund der knappen Ergebnisse, aber leider nur mit drei Mannschaftspunkten.

Wieder eine knappe Niederlage: 2,5 : 3,5 gegen Gräfelfing II

24.01.2024

So langsam wird es ärgerlich – auch in Gräfelfing mussten wir wieder eine denkbar knappe Niederlage hinnehmen.

Fahrudin Krantic an Brett 1 und Frank Homma an Brett 4 kamen nach zähem Kampf in materiellen Nachteil und mussten etwas später leider aufgeben. Alija Lulic spielte eine starke Partie, an deren Ende es einen wahren Krimi voller taktischer Wendungen  gab, der aber leider zu seinen Ungunsten ausging.

Trotz eines Mehrbauern im Endspiel kam Werner Fölbach an Brett 3 wieder nur zu einem Remis. Gegen die starke Stellung des Gegners im Zentrum sah er keinen Gewinnplan mehr und musste in die Punkteteilung wegen Zugwiederholung einwilligen.

Weiter auf der Siegesstraße befindet sich Dominik Becker. Wie beim letzten Spiel schaffte er es, am Königsflügel entscheidend in Vorteil zu kommen. Letztendlich blieb ihm dort ein Mehrbauer, der den Sieg garantierte. Im Kampf um die besten Felder und Linien war Michael Hajduk seinem Gegner überlegen und baute nach und nach eine dominante Stellung auf. Eine Computeranalyse ergab, dass es in dieser Situation fantastische Gewinnkombinationen gegeben hätte, die allerdings ein menschlicher Spieler leicht übersehen kann. Stattdessen wickelte Michael in ein günstiges Endspiel ab, das er dann in einen Sieg ummünzen konnte.

Trotz dieser schönen Siege reichte es leider nicht für einen Mannschaftspunkt – wir bleiben dran!

Ernüchterung nach der knappen 2,5 : 3,5 Niederlage gegen Turm Untermühlhausen

17.01.2024

Da hatten wir uns mehr erwartet. Die Papierform sprach für uns und an der Motivation fehlte es sicher auch nicht. So gingen wir zuversichtlich in das Match gegen Turm Untermühlhausen mit dem Ziel, weitere Mannschaftspunkte zu ergattern.

An Brett 5 entstand in der Eröffnung eine symmetrische Stellung und nach mehreren Abtauschaktionen konnte Michael Hajduk trotz einiger Anläufe keine Gewinnversuche mehr unternehmen und musste in ein Remis einwilligen.

Fahrudin Krantic hatte in seiner Lieblingseröffnung bald eine scharfe Stellung erreicht, die seinem Spielstil normalerweise sehr entgegen kommt. Es kam zu einer komplizierten Abwicklung, an deren Ende er feststellen musste, dass er eine Figur weniger hatte, was bald darauf zum Verlust führte.

Josef Reingruber hatte es an Brett 6 geschafft, eine Angriffsstellung ganz nach seinem Geschmack aufzubauen. Ein taktischer Einschlag auf d6 genügte ihm nicht, stattdessen brachte er die Dame noch gefährlicher an den generischen König heran. Als er dann später den Einschlag auf d6 nachholte, konnte sich der Gegner jedoch mit einem Zwischenschach retten und eine Figur und damit die Partie gewinnen.

Nachdem auch Frank Homma an Brett 4 in ein Remis eingewilligt hatte stand es fast hoffnungslos 1:3 gegen uns.

Für den einzigen Lichtblick des Tages sorgte Dominik Becker an Brett 2. Er vernachlässigte bewusst seinen Damenflügel, führte stattdessen in Ruhe alle verfügbaren Figuren zum Angriff auf den gegnerischen König. Dort war seine Übermacht so groß, dass an eine Verteidigung nicht mehr zu denken war und der Gegner aufgeben musste.

An Brett 3 hatte Werner Fölbach ein Problem mit seinem Turm, der in der Brettmitte agierte und dort fast keine Felder mehr hatte. Er musste permanent dafür sorgen, dass dieser Turm nicht durch feindliche Bauern erlegt wurde und gleichzeitig einen möglichen Durchbruch der gegnerischen Bauernmehrheit am Damenflügel im Auge behalten. Dieses zähe Ringen führte schließlich doch noch zu einem ausgeglichenen Turmendspiel, das ebenfalls Remis endete.

Damit hatten wir 2,5 : 3,5 verloren und müssen nun unbedingt punkten, um nicht in Abstiegsgefahren zu kommen.

Hart erkämpfter 3,5:2,5 – Erfolg gegen TuS Geretsried

23.11.2023

Wenn wir in der Kreisklasse bestehen wollen musste ein Sieg gegen TuS Geretsried her, das war uns vor der Begegnung klar. Entsprechend motiviert gingen wir an den Start.

An Brett 3 wollte allerdings kein richtiger Kampf entstehen, obwohl Werner Fölbach mehrere Anläufe machte, die Stellung zu verschärfen. Aber ein weitgehend symmetrischer Aufbau, früher Figurentausch und schließlich ein Endspiel mit geschlossenen Bauernketten und ungleichfarbigen Läufern machten ein Remis unumgänglich.

Eine völlig andere Partie entstand an Brett 1. Fahrudin Krantic erzwang wieder eine offene, hochdynamische Stellung. Gewohnt kombinationssicher brachte er seinen Gegner in Zeitnot und konnte schließlich mit der Dame in die gegnerische Königsstellung eindringen und Sieg sichern.

Bei Frank Homma an Brett 4 gab es ebenfalls ein zähes Ringen um offene Linien und Diagonalen. Aber keine Seite konnte sich ausreichende Vorteile sichern, deshalb einigte man sich schließlich auf ein Remis. Zu dieser Zeit konnten wir recht zuversichtlich sein, weil die noch ausstehenden Partien günstig für uns aussahen.

Dominik Becker an Brett 2 hatte eben eine gegnerische Initiative Stück für Stück zurückgedrängt und ging nun seinerseits zur Offensive über. Plötzlich sah er eine schnelle Möglichkeit zum Sieg, die aber keine war, und stattdessen zum Figurenverlust und zum Verlust der Partie führte. Damit stand es plötzlich 2:2 und die letzten beiden Partien mussten die Entscheidung bringen.

Sepp Reingruber hatte sich durch umsichtiges Spiel in eine starke Angriffsposition gebracht. Ein gegnerischer Springer war mehrfach gefesselt, die Verteidigung dieser Figur lähmte das Spiel seines Kontrahenten. Sepp brachte weitere Drohungen ins Spiel, worauf sein Gegner keine ausreichenden Verteidigungen mehr fand und seine Dame und damit die Partie verlor.

Am längsten hatte Michael Hajduk zu kämpfen. In einem sehenswerten Endspiel mit seinem starken Springer gegen einen nicht so wirkungsvollen Läufer konnte er einen Mehrbauern ergattern und gute Siegeschancen sichern. Beide Seiten hatten Freibauern, es ging um Raum und gute Felder für die Könige. Die spätere Analyse zeigte, dass es eine Siegesmöglichkeit gegeben hätte, die aber Michael nach stundenlangem Spiel mit begrenzter Bedenkzeit nicht fand. Man einigte sich schließlich auf Remis.

Damit hatten wir unseren ersten Mannschaftssieg gesichert.

Vielleicht gab die etwas bessere Papierform den Ausschlag, vielleicht waren es aber auch die Butterbrezn und der Speck, die Alija Lulic zu unserer Stärkung vorbei brachte – vielen Dank dafür!

Die Kreisklasse hat uns wieder – 2:4 Niederlage zum Auftakt gegen Wolfratshausen II

25.10.2023

Nach einer relativ entspannten Saison in der A-Klasse mit einer Ausbeute von 18:0 Punkten weht uns jetzt wieder der rauhe Wind in der Kreisklasse ins Gesicht. Gleich am ersten Spieltag mussten wir beim Absteiger aus der Zugspitzliga, Wolfratshausen II antreten – welch ein Kontrast.

Die ruhigste Partie spielte noch Dominik Becker am 2. Brett. Nach einem strategisch geprägten Ringen um offene Linien und Diagonalen einigte man sich schließlich auf ein gerechtes Remis.

Bei den anderen Partien gab es teilweise erbitterte taktische Kämpfe mit offenem Visier. So z.B. bei Michael Hajduk, der zunächst leicht in Vorteil kommen konnte, dann aber in den darauffolgenden taktischen Verwicklungen ins Hintertreffen geriet und schließlich aufgeben musste. Frank Homma brachte einen Königsangriff wie aus dem Lehrbuch auf das Brett, inklusive eines Opfereinschlags. Nachdem er den gegnerischen König komplett freigelegt hatte wurde er leider selber Opfer seiner sehr knappen Bedenkzeit und wurde durch einen einfachen Zug mattgesetzt.

Einen Kampf auf Spitzenniveau lieferte Fahrudin Krantic an Brett 1. Er konnte zunächst eine Figur gewinnen, allerdings gegen drei Bauern. Die darauffolgende, sehr spannende Fortsetzung mit vielen taktischen Fallstricken endete in einem Endspiel, das keiner der beiden mehr gewinnen konnte. Alija Lulic, der normalerweise ein sehr sicherer Taktiker ist, geriet schon in der Eröffnungsphase unnötig in materiellen Nachteil und musste leider bald aufgeben.

Für die Ehrenrettung war an diesem Tag Josef Reingruber zuständig. Nach seinem “Knallerzug” Tf6 auf ein mehrfach bedrohtes Feld mitten im feindlichen Lager antwortete sein Gegner ebenso scharf mit einem Gegenanangriff auf die Dame und das Brett stand quasi “in Flammen”. Taktische Schläge und Gegenschläge lösten sich ab. Am Ende behielt unser Mannschaftskapitän die Oberhand und strich den vollen Punkt zum 2:4 Endstand ein.

Nach dieser kalten Dusche zum Auftakt spielen wir in der nächsten Runde gegen Geretsried. Von der Papierform her sollten wir gute Chancen haben, bleiben wir optimistisch!

Abschluss der Saison 2022/23 – So sehen Sieger aus! 18:0 Mannschaftspunkte

15.02.2023

v.l.n.r.: Dominik Becker, Fahrudin Krantic, Josef Reingruber, Werner Fölbach, Frank Homma, Alija Lulic, Fahim Mridha, Michael Hajduk