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Du hast keine Chance – nutze sie! Unser Remis gegen Gröbenzell III
04.12.2024
Angenommen, zwei Spieler haben eine Differenz in der Spielstärkezahl von 300, dann hat der stärkere Spieler eine Gewinnwahrscheinlichkeit von etwa 90%. Unser Spitzenspieler an Brett 1, Fahrudin Krantic entschied sich dafür, die verbleibenden 10% zu nehmen und besiegte einen nominell weit überlegenen Gegner mit Spielstärkezahl über 2100!
Die Partie war von Beginn an auf Konfrontation angelegt. Fahrudins König rochierte auf den Damenflügel, geschützt von vier Bauern und einem Springer, sein Gegner mauerte sich am Königsflügel ein. Dann begann das Rennen auf den jeweils gegnerischen König, das Fahrudin mit einem schönen Materialopfer für sich entscheiden konnte. Wenn er auch nur einen Zug länger gebraucht hätte, wäre sein eigener König Opfer des gegnerischen Angriffs geworden.
Auch Michael Hajduk steuerte wieder einen Sieg bei – eine Partie ganz nach seinem Geschmack. Es ging um Bauernketten, Läuferdiagonalen, Kontrolle des Zentrums. Am Ende konnte er mit zwei Türmen in die gegnerische Stellung eindringen, was ihm große Materialgewinne und den Sieg einbrachte.Ausgerechnet in der Zeitnotphase strebte die Partie von Dominik Becker dem Höhepunkt entgegen. In maximal komplizierter Stellung machte sein Gegner einen suboptimalen Springerzug. Danach gab es einen offenen Schlagabtausch mit beiderseits knapper Bedenkzeit, aus dem Dominik als Sieger hervor ging.
Nachdem Frank Homma sich leider geschlagen geben musste gab es den unglaublichen Zwischenstand von 3:1 für Gilching!
Sepp Reingruber hatte lange in ausgeglichener Stellung gekämpft. Nach fünf Stunden geriet er durch einige schwächere Züge ins Hintertreffen, was dann leider zum Verlust der Partie führte. Die längste Partie spielte Werner Fölbach mit fünfeinhalb Stunden. Überlegen zu Beginn musste er nach einigen Fehlern schließlich um das Remis kämpfen. Dabei hätte er in einem Turmendspiel eine bekannte Remisstellung erreichen können. Leider hatte er ein kleines Detail dieser Abfolge nicht mehr richtig in Erinnerung. In Zeitnot lies er es zu, dass sein König vom Umwandlungsfeld verdrängt wurde und musste schließlich aufgeben.
Obwohl die Mannschaft von Gröbenzell III bezüglich der nominellen Spielstärke 150 Punkte besser war, hatten wir ein unglaubliches Mannschaftsremis erreicht und den Gesamtsieg nur knapp verpasst – eine hervorragende Voraussetzung für beste Stimmung auf unserer Weihnachtsfeier!
4:2 – Ein unerwartet klarer Heimsieg gegen Miesbach
13.11.2024
Von der Papierform her exakt gleich stark kam der SC Miesbach zu uns, annähernd in Bestbesetzung. Doch dann lief es überraschend gut für die Gilchinger.
Alija Lulic spielte fast im Blitztempo, sein Gegner kam dagegen immer mehr in Zeitnot. Nach einem zähen Ringen um zentrale Linien und Felder konnte Alija um den gegnerischen König ein Mattnetz knüpfen und setzte ihn danach mitten im Brett matt. Michael Hajduk spielte konstant druckvoll, während sein Gegner sich eine Reihe von schwächeren Zügen leistete, die sich aufsummierten und für Michael schließlich zu einem spielentscheidenden materiellen Vorteil führten.
Ein zähes positionelles Ringen entstand bei Dominik Becker am 2. Brett. Zeitweise wurden fast alle seine Figuren komplett zurückgedrängt. Dominik konnte sich aber befreien und ein remisliches Endspiel erreichen. Sein Gegner wollte jedoch unbedingt den Sieg und überzog dabei seine Stellung. Dominik opferte daraufhin seinen Mehrbauern, um seinem König eine weite Wanderung in den Rücken der gegnerischen Bauernkette zu ermöglichen, was ihm dann auch den Sieg brachte. Nicht so gut lief es für Fahrudin Krantic an Brett 1. Eben hatte er seine Figuren für einen Angriff am Königsflügel gruppiert, als sein Gegner mit einem taktischen Schlag eine Figur und damit später auch die Partie gewann.
Damit stand es 3:1 für Gilching. Die beiden verbleibenen Partien waren aber noch hart umkämpft.
Sepp Reingruber schaffte es, seinen Gegner stark unter Druck zu setzen. Leider ließ er die entscheidende Gewinnkombination aus, wodurch sein Gegner sich wieder befreien konnte, was dann auch zu einem Remis führte. Frank Homma hatte im ersten Teil der Partie mehrere Bauern verloren, konnte sich aber dann konsolidieren und in einer starken Aktion seinerseits die Bauern zurückgewinnen. Am Ende einigte man sich ebenfalls auf Remis.
Damit stand es 4:2 und wir haben schon 2 Mannschaftssiege auf dem Konto, was uns sehr optimistisch auf die weitere Saison blicken lässt.
0,5:5,5 gegen SK Gräfelfing II- ein rabenschwarzer Tag!
23.10.2024
Gegen SK Gräfelfing II gab es nichts zu holen. Nicht weniger als 5 Partien gingen verloren, auch wenn die Spielverläufe nicht so klar waren wie das Ergebnis. So hatte z.B. Michael Hajduk eine klare Gewinnstellung erreicht. Er wagte es aber nicht, bei einer völlig offenen Königsstellung den Sack zuzumachen, wodurch sein Gegner sich stabilisieren und schließlich sogar noch gewinnen konnte. Auch Alija Lucic schaffte es, seinen nominell deutlich stärkeren Gegner völlig zurückzudrängen. Leider übersah er dann eine einfache Kombination, mit der sein Gegner die Partie drehen konnte.
Für die Ehrenrettung war Frank Homma zuständig, der mit einem Remis den einzigen halben Punkt ergattern konnte.
4:2 gegen Germering II – ein gelungener Start in die neue Saison
11.10.2024
Wir sind wieder da! Nachdem wir überraschenderweise doch wieder in der Kreisklasse spielen dürfen, haben wir uns gleich mit einem 4:2 Sieg gegen Germering II zurückgemeldet.
Michael Hajduk nahm seiner Gegnerin nach und nach alle Möglichkeiten zu einer Initiative und bereitete dann in aller Ruhe den Durchbruch seiner beiden Zentralbauern vor, was ihm dann auch den Sieg brachte. Dominik Becker schaffte es, durch druckvolles Spiel seinen Gegner in Zeitnot zu bringen. Es folgten einige schwache Züge und Dominik konnte den vollen Punkt einstreichen.
Werner Fölbach konnte am dritten Brett kontinuierlich den Druck erhöhen und seinen Gegner immer weiter in Bedrängnis bringen. Als letzte Chance opferte sein Gegner die Qualität, um auf der Diagonale zum Königsangriff zu kommen. Werners König fand jedoch schnell einen sicheren Zufluchtsort und der Gegenschlag führte zu einem sofortigen Zusammenbruch der gegnerischen Stellung.
Ein Ritt auf der Rasierklinge war die Partie von Frank Homma. Beide Könige waren freigelegt worden und jeweils in ein Mattnetz verstrickt. Frank verschaffte sich einen Zug Luft, den er dann sofort für eine nicht mehr abwendbare Mattdrohung nutzen konnte.
Damit hatten wir 4:0 Punkte und – für uns alle überraschend – bereits den Mannschaftssieg gesichert.
Fahrudin Krantic am Spitzenbrett kam mit einer eher defensiven Stellung aus der Eröffnung heraus. Sein Gegner erhöhte den Druck und gewann einen zentralen Bauern den er immer weiterdrückte und damit das Spiel von Fahrudin lähmte. Als dieser Bauer dann auf die siebte Reihe vorrücken konnte wurde die Verteidigung immer schwieriger und Fahrudin musste schließlich aufgeben.
Den längsten und zähesten Kampf lieferte Sepp Reingruber. Er konnte sich zunächst ein Übergewicht erspielen, dieses aber nicht in bleibende Vorteile umsetzen. Nach und nach wurde er zurückgedrängt und musste nach über 4 Stunden aufgeben.
Entscheidend war aber auch hier der Gesamtsieg der Mannschaft mit 4:2. Das macht Lust auf mehr!
Online sind wir stark – klarer Sieg gegen Gilchings Partnerstadt Cecina
Ein versöhnlicher Abschluss einer verkorksten Saison
07.05.2024
Schon lange waren wir im Kontakt mit dem Schachclub in Gilchings Partnerstadt Cecina und diskutierten, wie wohl ein Vergleichskampf möglich wäre. Schließlich einigten wir uns auf einen Online Vergleichswettkampf – 1,5 Stunden mit Schnellpartien.
Das Ergebnis war ziemlich eindeutig: 72 zu 23 Punkte aus insgesamt 38 Partien für Gilching (inklusive einiger Bonuspunkte, die man nach Siegesserien bekommt…). Aber hier ging es wohl nicht so sehr um das Ergebnis, sondern um die Gaudi und um die Begegnung. Vielleicht ergibt sich sich eine Fortsetzung am realen Brett bei einem der gegenseitigen Besuche.
Dieses schöne Ereignis tröstet uns etwas darüber hinweg, dass wir in der nächsten Saison wieder in der A-Klasse spielen werden.
Jetzt freuen wir uns erst einmal auf hoffentlich viele sommerliche Spielabende im Biergarten der TSV Sportgaststätte... 🙂
Spielberichte aus der Saison 2023/24 in der Kreisklasse der Zugspitzliga
SF Windach war zu stark für uns
21.03.2024
Die ersten drei Bretter mit einer DWZ über 2000, die weiteren Bretter kaum schwächer, so traten die SF Windach gegen uns an. Dieser große Unterschied in der nominellen Spielstärke zeigte sich auch bald in der Praxis. Fahrudin Krantic, Dominik Becker und Werner Fölbach mussten sich an den vorderen Brettern geschlagen geben. Auch Sepp Reingruber verlor seine Partie nach langem, zähem Kampf.
Michael Hajduk geriet ebenfalls unter Druck, konnte sich aber in der zweiten Hälfte der Partie befreien. Und wie es in solchen Situationen manchmal passiert, spielte sich seine Stellung plötzlich “fast von selbst”. Nach einer Reihe kraftvoller Züge musste sein Gegner aufgeben.
Auch Aljia Lulic konnte unser Punktekonto noch etwas verbessern. Er steigert sich von Partie zu Partie und bekommt immer mehr Sicherheit und Routine. Sein solides Spiel wurde mit einem Remis belohnt.
Überraschenderweise konnte unser direkter Konkurrent gegen den Abstieg ein Mannschaftsremis ergattern. Damit sieht es für uns kohlrabenschwarz aus. Nur ein Sieg in der letzten Runde gegen den Tabellenzweiten kann uns eventuell noch retten – wir werden alles geben!
Manchmal hat man kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu…
28.02.2024
…so könnte man die aktuelle Situation in der Kreisklasse aus Sicht der Gilchinger beschreiben. Bereits zum vierten Mal in Folge mussten wir eine knappe 2,5 : 3,5 Niederlage einstecken.
Sepp Reingruber war zunächst mit starkem Spiel einen Bauer in Vorteil gekommen, musste sich aber danach immer mehr zurückdrängen lassen. In der Schlussphase hätte es dann noch eine prächtige Gewinnkombination gegeben, die er leider nicht sah. So musste er, wie auch Frank Homma, leider die Waffen strecken.
Fahrudin Krantic an Brett 1 geriet zunächst stark unter Druck und musste eine Figur gegen wichtige Bauern geben, um sich zu retten. Danach konnte er den Spieß umdrehen, brachte seinen Gegner in Bedrängnis, gewann die Figur zurück und sicherte damit das Remis. Auch Dominik Becker und Michael Hajduk konnten jeweils ein hart umkämpftes Remis beisteuern.
Für den einzigen Sieg des Tages sorgte Alija Lulic, der zunächst unter Druck geraten war und die Qualität geben musste. In der Folgezeit befreite er sich nach und nach, gewann die Qualität zurück und konnte den gegnerischen König in Bedrängnis bringen. Unter Druck machte sein Gegner Fehler und Alija konnte den vollen Punkt einstreichen.
So haben wir jetzt gute 15,5 : 20,5 Brettpunkte, aber leider nur 3 Mannschaftspunkte. Nachdem vermutlich nur 1 Mannschaft absteigen wird, gibt es aber durchaus noch Chancen auf den Klassenerhalt.
Schon wieder 2,5 : 3,5 – diese Serie macht keinen Spaß!
7.2.2024
Zum dritten Mal hintereinander erlitten wir eine denkbar knappe Niederlage, dieses Mal gegen Gröbenzell III – das darf nicht zur Gewohnheit werden!
Fahrudin Krantic am Spitzenbrett konnte in einer jederzeit hochklassigen Partie zunächst seinen Gegner am Königsflügel in große Bedrängnis bringen. Den Gewinnzug fand er leider nicht und musste sich stattdessen mit einem Mehrbauern begnügen. In der Folge drängte ihn sein Gegner mehr und mehr zurück und erzwang schließlich den Sieg durch starke Mattdrohungen auf der Grundreihe.
Alija Lulic lieferte seinem Gegner über 60 Züge lang einen zähen Kampf, musste aber am Ende leider aufgeben. Am zweiten Brett hatte Werner Fölbach nach einer schwierigen Eröffnungsphase eine andauernde Initiative gewonnen. Sein Gegner musste mit wenig verbliebener Bedenkzeit schwierige Probleme lösen und griff im allerletzten Zug vor der Zeitkontolle daneben, was Werner ein sofortiges Matt ermöglichte.
Vogelwild ging es in der Partie von Michael Hajduk zu. Die Drachenvariante im Sizilianer führte, wie so häufig, zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen taktischen Möglichkeiten. Am Ende behielt Michael die Nerven und die Oberhand und konnte den gegnerischen König in ein Mattnetz bringen.
Somit stand es 2:2 und die letzten beiden Partien mussten die Entscheidung bringen. Josef Reingruber spielte wie gewohnt auf Angriff, konnte aber nicht entscheidend in Vorteil kommen. Stattdessen schaffte es sein Gegner, mit der Dame einzudringen und mehrere Bauern zu gewinnen. Sepp Reingruber warf alle verbliebenen Kräfte auf den gegnerischen Königsflügel, um wenigstens ein Dauerschach zu erzwingen. Sein Gegner spielte aber sehr genau weiter und konnte bald darauf einen Sieg verbuchen.
Damit brauchten wir einen Sieg in der letzten Partie an Brett 3. Frank Homma hatte dort ein vorteilhaftes Endspiel erzwungen, jedoch in einer Stellung, die nahezu komplett verrammelt war. Das Eindringen seines Läufers reichte leider nicht zum Sieg und so musste er in ein Remis einwilligen.
Damit sind wir auf dem vorletzten Tabellenplatz, mit vielen Brettpunkten aufgrund der knappen Ergebnisse, aber leider nur mit drei Mannschaftspunkten.
Wieder eine knappe Niederlage: 2,5 : 3,5 gegen Gräfelfing II
24.01.2024
So langsam wird es ärgerlich – auch in Gräfelfing mussten wir wieder eine denkbar knappe Niederlage hinnehmen.
Fahrudin Krantic an Brett 1 und Frank Homma an Brett 4 kamen nach zähem Kampf in materiellen Nachteil und mussten etwas später leider aufgeben. Alija Lulic spielte eine starke Partie, an deren Ende es einen wahren Krimi voller taktischer Wendungen gab, der aber leider zu seinen Ungunsten ausging.
Trotz eines Mehrbauern im Endspiel kam Werner Fölbach an Brett 3 wieder nur zu einem Remis. Gegen die starke Stellung des Gegners im Zentrum sah er keinen Gewinnplan mehr und musste in die Punkteteilung wegen Zugwiederholung einwilligen.
Weiter auf der Siegesstraße befindet sich Dominik Becker. Wie beim letzten Spiel schaffte er es, am Königsflügel entscheidend in Vorteil zu kommen. Letztendlich blieb ihm dort ein Mehrbauer, der den Sieg garantierte. Im Kampf um die besten Felder und Linien war Michael Hajduk seinem Gegner überlegen und baute nach und nach eine dominante Stellung auf. Eine Computeranalyse ergab, dass es in dieser Situation fantastische Gewinnkombinationen gegeben hätte, die allerdings ein menschlicher Spieler leicht übersehen kann. Stattdessen wickelte Michael in ein günstiges Endspiel ab, das er dann in einen Sieg ummünzen konnte.
Trotz dieser schönen Siege reichte es leider nicht für einen Mannschaftspunkt – wir bleiben dran!
Ernüchterung nach der knappen 2,5 : 3,5 Niederlage gegen Turm Untermühlhausen
17.01.2024
Da hatten wir uns mehr erwartet. Die Papierform sprach für uns und an der Motivation fehlte es sicher auch nicht. So gingen wir zuversichtlich in das Match gegen Turm Untermühlhausen mit dem Ziel, weitere Mannschaftspunkte zu ergattern.
An Brett 5 entstand in der Eröffnung eine symmetrische Stellung und nach mehreren Abtauschaktionen konnte Michael Hajduk trotz einiger Anläufe keine Gewinnversuche mehr unternehmen und musste in ein Remis einwilligen.
Fahrudin Krantic hatte in seiner Lieblingseröffnung bald eine scharfe Stellung erreicht, die seinem Spielstil normalerweise sehr entgegen kommt. Es kam zu einer komplizierten Abwicklung, an deren Ende er feststellen musste, dass er eine Figur weniger hatte, was bald darauf zum Verlust führte.
Josef Reingruber hatte es an Brett 6 geschafft, eine Angriffsstellung ganz nach seinem Geschmack aufzubauen. Ein taktischer Einschlag auf d6 genügte ihm nicht, stattdessen brachte er die Dame noch gefährlicher an den generischen König heran. Als er dann später den Einschlag auf d6 nachholte, konnte sich der Gegner jedoch mit einem Zwischenschach retten und eine Figur und damit die Partie gewinnen.
Nachdem auch Frank Homma an Brett 4 in ein Remis eingewilligt hatte stand es fast hoffnungslos 1:3 gegen uns.
Für den einzigen Lichtblick des Tages sorgte Dominik Becker an Brett 2. Er vernachlässigte bewusst seinen Damenflügel, führte stattdessen in Ruhe alle verfügbaren Figuren zum Angriff auf den gegnerischen König. Dort war seine Übermacht so groß, dass an eine Verteidigung nicht mehr zu denken war und der Gegner aufgeben musste.
An Brett 3 hatte Werner Fölbach ein Problem mit seinem Turm, der in der Brettmitte agierte und dort fast keine Felder mehr hatte. Er musste permanent dafür sorgen, dass dieser Turm nicht durch feindliche Bauern erlegt wurde und gleichzeitig einen möglichen Durchbruch der gegnerischen Bauernmehrheit am Damenflügel im Auge behalten. Dieses zähe Ringen führte schließlich doch noch zu einem ausgeglichenen Turmendspiel, das ebenfalls Remis endete.
Damit hatten wir 2,5 : 3,5 verloren und müssen nun unbedingt punkten, um nicht in Abstiegsgefahren zu kommen.
Hart erkämpfter 3,5:2,5 – Erfolg gegen TuS Geretsried
23.11.2023
Wenn wir in der Kreisklasse bestehen wollen musste ein Sieg gegen TuS Geretsried her, das war uns vor der Begegnung klar. Entsprechend motiviert gingen wir an den Start.
An Brett 3 wollte allerdings kein richtiger Kampf entstehen, obwohl Werner Fölbach mehrere Anläufe machte, die Stellung zu verschärfen. Aber ein weitgehend symmetrischer Aufbau, früher Figurentausch und schließlich ein Endspiel mit geschlossenen Bauernketten und ungleichfarbigen Läufern machten ein Remis unumgänglich.
Eine völlig andere Partie entstand an Brett 1. Fahrudin Krantic erzwang wieder eine offene, hochdynamische Stellung. Gewohnt kombinationssicher brachte er seinen Gegner in Zeitnot und konnte schließlich mit der Dame in die gegnerische Königsstellung eindringen und Sieg sichern.
Bei Frank Homma an Brett 4 gab es ebenfalls ein zähes Ringen um offene Linien und Diagonalen. Aber keine Seite konnte sich ausreichende Vorteile sichern, deshalb einigte man sich schließlich auf ein Remis. Zu dieser Zeit konnten wir recht zuversichtlich sein, weil die noch ausstehenden Partien günstig für uns aussahen.
Dominik Becker an Brett 2 hatte eben eine gegnerische Initiative Stück für Stück zurückgedrängt und ging nun seinerseits zur Offensive über. Plötzlich sah er eine schnelle Möglichkeit zum Sieg, die aber keine war, und stattdessen zum Figurenverlust und zum Verlust der Partie führte. Damit stand es plötzlich 2:2 und die letzten beiden Partien mussten die Entscheidung bringen.
Sepp Reingruber hatte sich durch umsichtiges Spiel in eine starke Angriffsposition gebracht. Ein gegnerischer Springer war mehrfach gefesselt, die Verteidigung dieser Figur lähmte das Spiel seines Kontrahenten. Sepp brachte weitere Drohungen ins Spiel, worauf sein Gegner keine ausreichenden Verteidigungen mehr fand und seine Dame und damit die Partie verlor.
Am längsten hatte Michael Hajduk zu kämpfen. In einem sehenswerten Endspiel mit seinem starken Springer gegen einen nicht so wirkungsvollen Läufer konnte er einen Mehrbauern ergattern und gute Siegeschancen sichern. Beide Seiten hatten Freibauern, es ging um Raum und gute Felder für die Könige. Die spätere Analyse zeigte, dass es eine Siegesmöglichkeit gegeben hätte, die aber Michael nach stundenlangem Spiel mit begrenzter Bedenkzeit nicht fand. Man einigte sich schließlich auf Remis.
Damit hatten wir unseren ersten Mannschaftssieg gesichert.
Vielleicht gab die etwas bessere Papierform den Ausschlag, vielleicht waren es aber auch die Butterbrezn und der Speck, die Alija Lulic zu unserer Stärkung vorbei brachte – vielen Dank dafür!
Die Kreisklasse hat uns wieder – 2:4 Niederlage zum Auftakt gegen Wolfratshausen II
25.10.2023
Nach einer relativ entspannten Saison in der A-Klasse mit einer Ausbeute von 18:0 Punkten weht uns jetzt wieder der rauhe Wind in der Kreisklasse ins Gesicht. Gleich am ersten Spieltag mussten wir beim Absteiger aus der Zugspitzliga, Wolfratshausen II antreten – welch ein Kontrast.
Die ruhigste Partie spielte noch Dominik Becker am 2. Brett. Nach einem strategisch geprägten Ringen um offene Linien und Diagonalen einigte man sich schließlich auf ein gerechtes Remis.
Bei den anderen Partien gab es teilweise erbitterte taktische Kämpfe mit offenem Visier. So z.B. bei Michael Hajduk, der zunächst leicht in Vorteil kommen konnte, dann aber in den darauffolgenden taktischen Verwicklungen ins Hintertreffen geriet und schließlich aufgeben musste. Frank Homma brachte einen Königsangriff wie aus dem Lehrbuch auf das Brett, inklusive eines Opfereinschlags. Nachdem er den gegnerischen König komplett freigelegt hatte wurde er leider selber Opfer seiner sehr knappen Bedenkzeit und wurde durch einen einfachen Zug mattgesetzt.
Einen Kampf auf Spitzenniveau lieferte Fahrudin Krantic an Brett 1. Er konnte zunächst eine Figur gewinnen, allerdings gegen drei Bauern. Die darauffolgende, sehr spannende Fortsetzung mit vielen taktischen Fallstricken endete in einem Endspiel, das keiner der beiden mehr gewinnen konnte. Alija Lulic, der normalerweise ein sehr sicherer Taktiker ist, geriet schon in der Eröffnungsphase unnötig in materiellen Nachteil und musste leider bald aufgeben.
Für die Ehrenrettung war an diesem Tag Josef Reingruber zuständig. Nach seinem “Knallerzug” Tf6 auf ein mehrfach bedrohtes Feld mitten im feindlichen Lager antwortete sein Gegner ebenso scharf mit einem Gegenanangriff auf die Dame und das Brett stand quasi “in Flammen”. Taktische Schläge und Gegenschläge lösten sich ab. Am Ende behielt unser Mannschaftskapitän die Oberhand und strich den vollen Punkt zum 2:4 Endstand ein.
Nach dieser kalten Dusche zum Auftakt spielen wir in der nächsten Runde gegen Geretsried. Von der Papierform her sollten wir gute Chancen haben, bleiben wir optimistisch!